Die 'angeblich' größte, deutsch Sammlung von Zitaten
...man hat sich Mühe gegeben, den Inhalt der Seite zu schützen - Aber offenbar nicht genug! ;-)
Bertolt Brecht
dt. Dramatiker u. Dichter
1898 - 1956
1. Wenn ein Freund weggeht, muß man die Türe schließen, sonst wird es kalt.
Abschied (Türe)
6. Der große Sport fängt da an, wo er längst aufgehört hat, gesund zu sein.
Sport (Sport)
8. Während meines 9jährigen Eingewecktseins an einem Augsburger Realgymnasium gelang es mir nicht, meine Lehrer wesentlich zu fördern.
Lehrer (Während, Lehrer)
11. Was hilft da Freiheit. Es ist nicht bequem.
Nur wer im Wohlstand lebt, lebt angenehm.
Freiheit (Freiheit)
13. Es setzen sich nur so viel Wahrheiten durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein.
Vernunft (Wahrheiten, Sieg, Vernunft)
14. Wenn die Wunde nicht mehr wehtut, schmerzt die Narbe...
Wunde (Wunde)
15. Will man Schweres bewältigen, muß man es leicht angehen.
Will (Will)
16. Keinen verderben lassen, auch nicht sich selber, jeden mit Glück erfüllen, auch sich. Das ist gut.
Glück (Glück)
17. Es ist schlimm, in einem Lande zu leben, in dem es keinen Humor gibt. Aber noch schlimmer ist es, in einem Lande zu leben, in dem man Humor braucht.
Lande (Lande)
18. Das Schlimmste ist nicht: Fehler haben, nicht einmal sie nicht bekämpfen, ist schlimm. Schlimm ist, sie zu verstecken.
19. Sich im Gleichgewicht halten, sich anpassen, ohne sich aufzugeben: das kann ein Zweck des Philosophieren sein.
Gleichgewicht (Gleichgewicht)
20. Me-ti sagte zu Tu-fu: Besser als "ewig" sage "eine Zeitlang", besser als "ich weiß" sage "ich hoffe", besser als "Ich kann nicht leben ohne dies und das", sage: "Ich kann schwerer leben ohne dies und das." Dann gehst du sicher und machst andere sicherer gehen.
Redestil (Besser)
22. Reden über Angelegenheiten, die durch Reden nicht entschieden werden können, muß man sich abgewöhnen.
Tat (Angelegenheiten)
23. Verehrtes Publikum, los, such dir selbst den Schluß!
Es muß ein guter da sein, muß, muß, muß!
Redeschluß (Publikum)
24. Ein Mann, der etwas zu sagen hat und keine Zuhörer findet, ist schlimm dran. Noch schlimmer sind Zuhörer dran, die keinen finden, der ihnen etwas zu sagen hat.
Redner (Mann, Zuhörer, Noch)
25. Unrecht gewinnt oft Rechtscharakter einfach dadurch, dass es häufig vorkommt.
Unrecht (Unrecht)
26. Liebe ist der Wunsch, etwas zu geben, nicht zu erhalten.
Liebe (Liebe, Wunsch)
27. Das Frühjahr kommt. Wach auf, du Christ!
Der Schnee schmilzt weg. Die Toten ruhn.
Und was noch nicht gestorben ist,
Das macht sich auf die Socken nun.
Frühling (Frühjahr, Christ, Schnee, Socken)
28. Ja, renn nur nach dem Glück, doch renne nicht zu sehr! Denn alle rennen nach dem Glück, das Glück rennt hinterher!
Glück (Glück)
29. Es ist ein weit verbreiteter Unfug, dass die Liebe über die Freundschaft gestellt wird und außerdem als etwas völlig anderes betrachtet. Die Liebe ist aber nur soviel wert, als sie Freundschaft enthält, aus der allein sie sich immer wieder herstellen kann. Mit der Liebe der üblichen Art wird man nur abgespeist, wenn es zur Freundschaft nicht reicht.
Liebe (Liebe, Freundschaft)
31. Wenn man zum Volk sprechen will, muß man vom Volk verstanden werden.
Volk (Volk)
32. Verehrtes Publikum, jetzt kein Verdruß:
Wir wissen wohl, das ist kein rechter Schluß.
Vorschwebte uns: die goldene Legende.
Unter der Hand nahm sie ein bitteres Ende.
Redeschluß (Publikum, Verdruß, Ende)
34. Fürchte nicht so sehr den Tod als vielmehr das unerträgliche Leben.
Leben (Leben)
35. Wo nichts am rechten Platz liegt, da ist Unordnung. Wo am rechten Platz nichts liegt, ist Ordnung.
Unordnung (Unordnung, Ordnung)
40. Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen. (Der keineswegs arme Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki beendet damit regelmäßig seine TV-Sendung "Das Literarische Quartett". Und wir beenden damit heute unsere Diskussion. Danke fürs Mitmachen. Kommen Sie gut zurück!) (Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich komme zum Schluss meiner Ausführungen und stehe jetzt gern zur Verfügung, um Ihre Fragen zu beantworten.)
Redeschluß (Vorhang, Diskussion, Kommen, Liebe, Kollegen, Ausführungen, Verfügung)
41. Die Macht hat stets, wer zahlt.
45. Man hat seine eigene Wäsche,
man wäscht sie mitunter.
Man hat seine eigenen Wörter,
man wäscht sie nie.
Wort (Wäsche, Wörter)
47. Reicher Mann und armer Mann standen da und sahn sich an. Und der Arme sagte bleich: Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.
Mann (Mann)
50. Daß du dich wehren mußt, wenn du nicht untergehen willst, wirst du doch einsehen.
52. Als der Geist noch in Höhlen hauste, war er unbeachtet, aber frei.
Geist (Geist, Höhlen)
54. Denn die einen sind im Dunkeln,
und die anderen sind im Licht.
Doch man siehet die im Lichte,
die im Dunkeln sieht man nicht.
Dunkeln (Dunkeln, Licht)
55. Ich halte dafür, daß das einzige Ziel der Wissenschaft darin besteht, die Mühseligkeiten der menschlichen Existenz zu erleichtern.
Ziel (Ziel, Wissenschaft, Existenz)
56. Der größte Teil der kulturellen Produktion der letzten Jahrzehnte wäre durch einfaches Turnen und zweckmäßige Bewegung im Freien mit großer Leichtigkeit zu verhindern gewesen.
Teil (Teil, Produktion, Jahrzehnte, Freien, Leichtigkeit)
58. Es gibt kein Geschäft, das so gemein wäre, daß nicht sofort ein anderer es macht, wenn man darauf verzichtet.
Geschäft (Geschäft)
60. Ich habe viel Mühe, ich bereite meinen nächsten Irrtum vor.
Mühe (Mühe, Irrtum)
62. Für die, deren Zeit gekommen ist, ist es nie zu spät!
Zeit (Zeit)
63. Was du aus Liebe machst, kann dich nicht entwürdigen.
Liebe (Liebe)
64. Der größte Teil der kulturellen Produktion wäre durch einfaches Turnen und zweckmäßige Bewegung im Freien mit großer Leichtigkeit zu verhindern gewesen.
Teil (Teil, Produktion, Freien, Leichtigkeit)
65. Das Schlimmste ist nicht, Fehler zu haben; nicht einmal sie nicht bekämpfen, ist schlimm. Schlimm ist, sie zu verstecken.
67. Jeder Lehrer muß lernen, mit dem Lehren aufzuhören, wenn es Zeit ist. Das ist eine schwere Kunst.
Lehrer (Lehrer, Zeit)
71. Der richtige Sport fängt erst da an, wo er längst aufgehört hat, gesund zu sein.
Sport (Sport)
73. "Was tun Sie", wurde Herr K. gefragt, "wenn Sie einen Menschen lieben?" "Ich mache einen Entwurf von ihm", sagte Herr K., "und sorge, daß er ihm ähnlich wird." "Wer? Der Entwurf?" "Nein", sagte Herr K., "der Mensch."
Liebe (Herr, Mensch)
75. Eine Hauptursache der Armut in den Wissenschaften ist meist eingebildeter Reichtum. Es ist nicht ihr Ziel, der unendlichen Weisheit eine Tür zu öffnen, sondern eine Grenze zu setzen dem unendlichen Irrtum.
Hauptursache (Hauptursache, Armut, Reichtum, Ziel, Grenze, Irrtum)
76. Je schlimmer seine Lage ist, desto besser zeigt sich der gute Mensch.
Lage (Lage, Mensch)
77. Ich rate, lieber mehr zu können als man macht, als mehr zu machen als man kann. (Diesem Rat kann ich mich nur anschließen. Für uns heißt das: ...)
Können (Können, Manager, Handeln, Macher, Wissen)
78. Das große Karthago führte drei Kriege. Nach dem ersten war es noch mächtig. Nach dem zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem dritten war es nicht mehr aufzufinden.
Krieg (Kriege, Nach)
81. Fürchtet doch nicht so den Tod und mehr das unzulängliche Leben!
Leben (Leben)
84. Zeige ihnen einen roten Kometenschweif, jage ihnen eine dumpfe Angst ein, und sie werden aus ihren Häusern laufen und sich die Beine brechen. Aber sage ihnen einen vernünftigen Satz und beweise ihn mit sieben Gründen, und sie werden dich einfach auslachen
Kometenschweif (Kometenschweif, Angst, Häusern, Beine, Satz, Gründen)
85. Das große Karthago führte drei Kriege. Nach dem ersten war es noch mächtig. Nach dem zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem dritten war es nicht mehr zu finden.
Kriege (Kriege, Nach)
86. Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein kluges Licht, und mach dann noch 'nen zweiten Plan, geh'n tun sie beide nicht.
Plan (Plan, Licht)
87. Das moderne Theater muß nicht danach beurteilt werden, wieweit es die Gewohnheiten des Publikums befriedigt, sondern danach, wieweit es sie verändert.
Publikum (Theater, Gewohnheiten)
88. Ohne Ansichten und Absichten kann man keine Abbildung machen. Ohne Wissen kann man nichts zeigen; wie soll man das wissen, was wissenswert ist.
Ohne (Ohne, Ansichten, Absichten, Wissen)
89. Ein Künstler kann bekanntlich dumm sein und doch ein großer Künstler sein.
Künstler (Künstler)
90. Als er Siebzig war und war gebrechlich
Drängte es den Lehrer doch nach Ruh.
Siebzig (Lehrer)
92. Es hilft nur Gewalt, wo Gewalt herrscht, und es helfen nur Menschen, wo Menschen sind.
Gewalt (Gewalt)
93. Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muß sie zum Angriff übergehen.
Wahrheit (Wahrheit, Angriff)
95. Geldleute lesen gründlicher als Bücherliebhaber - sie wissen besser, was für Nachteile aus flüchtiger Lektüre entstehen.
Bank (Nachteile, Lektüre)
98. Wer auf großem Fuße lebt, dem bezahlen sie auch die größten Stiefel.
Fuße (Fuße, Stiefel)
99. Ist das nötige Geld vorhanden, ist das Ende meistens gut.
Geld (Geld, Ende)
100. Die weltweiten Schrecken der vierziger Jahre scheinen vergessen. Der Regen von gestern macht uns nicht naß, sagen viele. Diese Abgestumpftheit ist es, die wir zu bekämpfen haben, ihr äußerster Grad ist der Tod.
Schrecken (Schrecken, Jahre, Regen, Diese, Grad)
104. Denn wo der Glaube tausend Jahre gesessen hat, eben da sitzt jetzt der Zweifel.
Zweifel (Jahre, Zweifel)
108. Ich rate, lieber mehr zu können. als man macht,
als mehr zu machen, als man kann.